Über Uns

03. – 05. März 2017

Berliner Fahrradschau

Die weltweit größte Fahrrad-Lifestyle-Show

Die BERLINER FAHRRADSCHAU ist der Hotspot der Fahrradkultur: Von Experten kuratiert, ist sie die Haute Couture Show unter den Bike-Events und eine vielseitige Plattform für einzigartige Brands – vom Start-up bis zum Global Player. In entspannter Festival-Atmosphäre werden ausgefallene Bike-Neuheiten, raffinierte Rad-Mode und hochwertige Accessoires präsentiert – immer anspruchsvoll, immer mit Stil.

Treffen Sie von 03.-05.März 2017 AMBITION!, URBAN LIFESTYLE, HANDMADE, VELO COUTURE®, TRAVEL & TOUR, und E-MOBILITY

 

Ort:

Station Berlin
Luckenwalder Strasse 4–6
10963 Berlin


Urban Cycling als Perspektivwechsel

Interview mit Fares Gabriel Hadid, Geschäftsführer der Berliner Fahrradschau und Berlin Bicycle Week über das innovative Messe-Konzept, Urban Cycling und warum B-2-C das neue B-2-B ist.

Die Berliner Fahrradschau (BFS) und die im Oktober erstmals veranstaltete Wiener Fahrradschau, sind die größten Fahrrad-Lifestyle-Messen der internationalen Szene. Und auch der Mann hinter den Messen ist einer von Welt: Fares Gabriel Hadid. Der studierte Jurist machte als Jugendlicher Rockmusik, war später mit seiner Musikberatungsfirma international gefragt und hat dann als Fashionfachmann unter anderem die Berliner Urbanwear-Messe Bread & Butter mit aufgebaut. Alles mit Herzblut, alles mit Erfolg – und doch gibt es für Fares eine einzige Passion, die über allem steht: das Fahrradfahren.

Unter seiner Leitung wurde die BFS zu dem, was sie heute ist. Sein Credo ist sein Hashtag #cyclingunites. „Zum Fahrrad kann doch jeder eine persönliche Geschichte erzählen“, sagt Fares. Und seine eigene? Er überlegt. Angefangen habe alles mit dem Kinderfahrrad von Rixe, einem Geschenk seines Patenonkels. Es folgten Rennen im Bayernkader. Bis heute ist Fares begeisterter Rennradfahrer und Fahrradliebhaber.

Fragen an den Mann, der eine Messe zum alljährlichen Festival eines Lebensgefühls gemacht hat:

1. Fares, was macht Eure Events so besonders?

Die Menschen, die zu uns kommen. Vom Investmentbanker bis zum Fahrradkurier treffen sich auf der Fahrradschau alle. Das schafft eine unglaublich entspannte Atmosphäre. Die Fahrradschau fühlt sich seit Jahren wie ein Familientreffen an. Und so soll es auch sein. Bei uns treffen sich wirklich alle, die für’s Radfahren brennen. Da ist der Mountainbiker genauso vertreten, wie die Fixie-Fraktion, der Lastenrad-Fahrer oder der ambitionierte Rennradler. Wir kommen alle auf einen gemeinsamen Nenner: dem Fahrspaß. Deswegen auch #cyclingunites.

Darüber hinaus haben wir bei allem, was wir tun einen sehr hohen Qualitätsanspruch. Von den ausstellenden Brands über die sorgfältig kuratierten Produkte bis hin zum Essen, das es auf den Messen gibt. Ich glaube, das merkt man einfach – unsere Liebe zum Detail macht unsere Veranstaltungen sehr persönlich und einzigartig.

Wichtig ist uns außerdem, dass wir beim Standbau alle gleich behandeln. Große und kleinere Brands erhalten den gleichen Platz. So haben alle die Möglichkeit, sich optimal darzustellen. Diesen Wettkampf um den größten und krassesten Standbau gibt’s bei uns erst gar nicht. Deshalb haben wir uns in Berlin zuletzt dagegen entschieden, stark zu expandieren. Die good Vibes zu erhalten, hat für uns oberste Priorität – und diese auch nach Wien und in andere Städte zu bringen, gehört zu den großen Zielen der Zukunft.

2. Sollte man dann besser von Show oder von Messe sprechen?

Die Berlin Bicycle Week ist eine Woche voller Erlebnisse & Events. Aber bei der Fahrradschau sprechen wir definitiv von Messe! Allerdings wohl von einer Weiterentwicklung dessen, was man wohl allgemein unter Fahrrad-Messe versteht oder kennt. Die Fahrradschau ist eine moderne Interpretation von Messe und sowohl auf die Bedürfnisse der Endverbraucher ausgerichtet, als auch auf die wachsende Herausforderungen vor die sich Hersteller und Marken gestellt sehen.

3. Das müsstest Du jetzt bitte näher erklären…

Naja, hier spielen zwei Faktoren zusammen. Erstens ist der Käufer von heute verdammt anspruchsvoll und wählerisch. Er möchte sich nicht nur kompakt informieren, die beste Qualität kaufen und sich gut beraten wissen, sondern auch noch unterhalten werden. Gerade im hochwertigen Segment in dem die Qualitäts-Unterschiede marginal sind müssen Hersteller zukünftig also anders überzeugen. Der Kunde möchte das Produkt, welches er kaufen will in einem authentischen Kontext erleben und sich damit identifizieren können. Dazu braucht es aber mehr, als ein Bike auf einem Ständer und ein paar technische Spezifikationen. Um die Bedürfnisse der Endverbraucher zu befriedigen und sie emotional an eine Marke zu binden, sind Geschichten zu einer Marke notwendig, die ein Konsument aktiv erleben kann.

Gerade Hersteller mit klassischen Vertriebswegen schaffen diesen Spagat oft noch nicht. Außer in speziellen Concept Stores ist für die Botschaften im regulären Handel kaum oder gar kein Platz. Über die Medien können diese Erlebnisse auch nur bedingt transportiert werden. Wo also treffen sich Marke und Kunde auf Augenhöhe? Also haben wir mit der Fahrradschau eine Messe geschaffen, die es den Herstellern möglich macht ihre Marken zu emotionalisieren und über diese Emotionen in direkten Kontakt mit potentiellen Kunden zu treten. Damit nehmen wir auch ein Stück weit Last von den Schultern der Händler. Und wenn diese Geschichten erst noch geschrieben werden müssen, helfen wir den Herstellern aktiv dabei.

Für mich stand von Anfang an fest, dass unsere Messe keine Business-to-Business-Veranstaltung wird – sondern eine Business-to-Consumer-Messe. Wir wollen nah an den Menschen sein. Nah an den jeweiligen Strömungen und Disziplinen wie zum Beispiel Mountainbike, BMX oder der Bikepunkszene. Vor allem wollen wir aber die Allgemeinheit abholen: Leute, die Cargobike fahren statt Auto und das Fahrrad als Lifestyle aber auch als funktionelles Fortbewegungsmittel sehen.

4. Also eine reine B2C Messe?

Nein, ganz und gar nicht. B2C ist das neue B2B! Während sich Konsument und Hersteller auf der Messe austauschen, schaffen wir im Rahmen der Veranstaltung eine Plattform für die Hersteller und Händler aus den verschiedenen Städten. Allerdings verschmilzt die von außen betrachtet mit dem B2C Bereich. Hinter den Kulissen werden aber Kontakte geknüpft, Synergien ausgelotet und neue potente Partner zusammengebracht. Die Zeiten des entweder B2B oder B2C sind für uns schon lange vorbei.

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